Jeroen Dicker und Margriet Rouhof:

„Wir alle sind mit unserer Strategie verbunden“

An einem abgelegenen Ort in der Veluwe, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der Niederlande, lebt Jeroen Dicker, neuer Head of Business Development. Nach dem Ausbruch des Coronavirus verlegte er seinen Arbeitsplatz vom TenneT-Standort in Arnheim an den Küchentisch seines Bauernhauses. Hier hat er in den vergangenen Wochen letzte Hand an seine Arbeit für den „Workstream Strategy“, einen Bereich von Transforming TenneT, gelegt. Nun ist es Zeit für die Übergabe an Magriet Rouhof.

Strategy goes Business

In ihrer neuen Funktion als Head of Strategy wird Margriet Rouhof in der in der neuen TenneT-Organisation den Auftrag fortführen, an dem Jeroen seit letztem Jahr gemeinsam mit seinem Team gearbeitet hat: die TenneT-Strategie gemeinsam Kolleginnen und Kollegen aus beiden Ländern und verschiedenen Bereichen in die Praxis umzusetzen.

Herausforderungen der Energiewende

„Unserer Auffassung nach passten unsere Arbeitsweise und unser strategischer Kurs nicht mehr zu den neuen Herausforderungen, mit denen TenneT im Zuge der Energiewende konfrontiert wird“, blickt Jeroen Dicker auf den Ausgangspunkt der Reise im vergangenen Jahr zurück: „Darum haben wir mit elf Senior Managern und dem Executive Board darüber nachgedacht, wie sich dies ändern lässt. Aus unseren Überlegungen gingen schließlich vier Pfeiler hervor, die die Basis unserer neuen Strategie bilden.“ Diese vier Säulen betreffen unsere Mitarbeiter, die finanzielle Stabilität von TenneT, die Energiewende und

selbstverständlich unsere wichtigste Aufgabe: die Versorgungssicherheit.“

Strategie muss leben

Jeroen Dicker unterstreicht, dass wir uns an einem Punkt befinden, an dem die Strategie zum Leben erweckt werden muss: „Strategie ist etwas für alle und von allen. Darum sollte nun jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter ihren bzw. seinen Beitrag leisten. Wir haben die Strategie vergangenes Jahr entwickelt, aber da die neue Organisationsstruktur erst jetzt realisiert werden konnte, können wir sie auch erst jetzt wirklich in die Praxis umsetzen.“ Genau das wird Margriet Rouhof nun mit ihrem neuen Team vorantreiben.

Gemeinsame Aktionsliste

„Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe “, betont Margriet Rouhof. „Man kennt mich bei TenneT vor allem durch meine Arbeit im Bereich Corporate Social Responsibility. In meiner neuen Rolle werde ich Strategie, Innovation und CSR miteinander kombinieren, denn diese Themen hängen eng miteinander zusammen.

Wir werden dabei an einer bereichsübergreifenden Aufgabenliste arbeiten. Dies ist eine sehr interessante, zugleich aber auch große Herausforderung. Nicht nur inhaltlich, sondern auch für mich als Führungskraft. Ich betrachte es als meine Aufgabe, unsere neuen Prinzipien – Eigenverantwortung, Vernetzung und Mut – bei allem, was ich tue, zum Ausdruck zu bringen. Mehr noch: Das ist mein Versprechen an jeden einzelnen TenneT-Kollegen.

“ Die neue Head of Strategy ist bereit, gemeinsam mit uns allen den nächsten Schritt zu machen: „Das wird nicht ganz einfach. Wir brauchen einander, um die Strategie fester in unserer Organisation zu verankern. Das kann ich nicht im Alleingang tun, das muss von allen Seiten ausgehen. Denn schließlich sind wir alle mit unserer Strategie verbunden.“


Make strategy work

“Eine Strategie ohne Kennzahlen ist nur ein Wunsch”, hat der Managementvordenker Peter Drucker einmal gesagt. So wurde, nachdem die TenneT-Strategie geschärft wurde, das Projekt “Make strategy work” initiiert. Erklärtes Ziel ist es, den Fortschritt beim Erreichen strategischer Ziele zu überwachen. 14 KPIs wurden zu diesem Zweck entwickelt, zwei übergreifende und drei pro strategischer Säule. Dieses Set von KPIs und die entsprechenden Ziele sind von nun ein integraler Bestandteil der Performance-Planung. “Wir fragen derzeit die beteiligten Bereiche nach dem Status einzelner KPIs und nach relevanten Entwicklungen innerhalb der Säulen als Input für den integrierten Performance-Bericht “, so Jeroen Geers, der das Projekt ‘Make strategy work’ leitet. “In der nächsten Phase werden wir auf den unteren Ebenen darauf abgestimmte operative KPIs entwickeln, die für die Steuerung der Bereiche ebenso verwendet werden können wie für den bevorstehenden Prozess der Performance-Planung.“

Axel Kießling

Initiative Owner Flex-initiatief

„Der steigende Anteil volatiler, erneuerbarer Energien und der gleichzeitig sinkende Anteil konventioneller Energiequellen macht Flexibilität zu einem immer wichtigeren Faktor in unserem Energiesystem. Ansätze gibt es viele, doch welches sind die aussichtsreichsten? Um sicherzustellen, dass wir bei TenneT in die erfolgversprechendsten Flexibilitätsprojekte investieren und dabei keine relevanten Aspekte übersehen, ging bereits im April 2019 unsere Flex-Initiative an den Start. Wichtigster Erfolgsfaktor war und ist das interdisziplinäre, grenzübergreifende Team. Der Austausch zwischen deutschen und niederländischen Kolleginnen und Kollegen war und ist sehr konstruktiv: Alle im Team beteiligen sich aktiv, teilen ihr Wissen und setzen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten bestmöglich ein. Ergebnisse wurden bereits erzielt und dem EB und dem Future Design Committee vorgestellt.“

Froukje de Vries

Initiative Owner Diversiteitsinitiatief

„Wir glauben, dass das Fördern von Vielfalt und eine integrative Kultur die Leistungsfähigkeit von TenneT steigern wird. Fordern Sie sich selbst heraus und überlegen Sie, wann das letzte Mal eine neue Idee von einem Kollegen zu einer besseren Lösung für Ihr Problem beigetragen hat. Unser Erfolg im Jahr 2020 ist ein neues Senior Leadership Team mit einem Frauenanteil von über 30 Prozent, mit einer starken internationalen Ausrichtung und sechs neuen Führungskräften für eine Outside-In-Perspektive. Außerdem arbeiten seit letztem Sommer acht Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, vorübergehend bei TenneT. Wir haben unsere Recruiter in unvoreingenommenem Rekrutierung und Personalauswahl geschult. Darauf sind wir stolz.“